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Bedingungspakete

Bedingungspakete sind die Grundlage für Bedingte Richtlinien; sie ermöglichen es Ihnen, verschiedene Bedingungen zu bündeln, um Fälle zu definieren, in denen die jeweiligen Bedingten Richtlinien angewendet werden.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie diese einrichten und wie Sie bestimmte Inkonsistenzen vermeiden, die Ihre Governance-Infrastruktur beeinträchtigen könnten.

💡 Bitte stellen Sie sicher, dass Sie unseren Artikel Einführung in bedingte Richtlinien gelesen haben, bevor Sie diesen lesen!

🧩 Logik der Bedingungspakete


Ein Bedingungspaket ist nichts weiter als eine Sammlung aus einer oder mehreren Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit es als Wahr ausgewertet wird.

Verschiedene Bedingungen werden mit AND/OR-Logik verknüpft:

  • AND – beide Bedingungen müssen erfüllt sein, damit das Paket als Wahr ausgewertet wird.

  • OR – eine der Bedingungen muss erfüllt sein, damit das Paket als Wahr ausgewertet wird.

1. AND-Logik


Mit dem AND-Modifikator wird das Paket als Wahr ausgewertet, wenn alle Bedingungen innerhalb des Pakets als Wahr ausgewertet werden. Wenn nur einige der Bedingungen innerhalb eines Pakets als Wahr ausgewertet werden, wird das Paket insgesamt als Falsch ausgewertet.

Beispiel:

Bedingungspaket – Damit unser Paket als Wahr ausgewertet wird, muss das Team das Vertraulichkeitslabel „Confidential" haben und den Begriff „Confidential" auch im Titel enthalten.

Team – Unser Team hat das Vertraulichkeitslabel „Confidential" und trägt den Titel „P_Marketing_Public".

Ergebnis – Da unser Team nur eine der Bedingungen im Bedingungspaket erfüllt, wird das Paket als Falsch ausgewertet und die entsprechende Governance-Einstellung nicht aktiviert.

Behalten wir nun dasselbe Bedingungspaket bei und versuchen es mit einem anderen Team.

Team – Unser neues Team hat das Vertraulichkeitslabel „Confidential" und trägt den Titel „P_Marketing_Confidential".

Ergebnis – Da unser Team beide Bedingungen im Bedingungspaket erfüllt, wird das Paket als Wahr ausgewertet und die entsprechende Governance-Einstellung angewendet.

2. OR-Logik


Mit dem OR-Modifikator wird das Paket als Wahr ausgewertet, wenn eine der Bedingungen innerhalb des Pakets als Wahr ausgewertet wird. Wenn beide Bedingungen innerhalb eines Pakets als Wahr ausgewertet werden, wird das Paket ebenfalls als Wahr ausgewertet.

Bleiben wir beim gleichen Beispiel wie oben, ändern aber den Bedingungsmodifikator auf OR.

Ergebnis – Da unser erstes Team eine der Bedingungen im Bedingungspaket erfüllt, wird das gesamte Paket als Wahr ausgewertet und die entsprechende Governance-Einstellung angewendet.

Schauen wir uns nun an, wie sich der OR-Modifikator mit unserem zweiten Team verhält.

Ergebnis – Da das Bedingungspaket verlangt, dass mindestens eine der Bedingungen als Wahr ausgewertet wird, und unser Team beide erfüllt, wird das gesamte Paket als Wahr ausgewertet und die entsprechende Governance-Einstellung angewendet.

⚙️ Einrichten von Bedingungspaketen


Sie können Ihre Pakete über eine einfache Bedingungslogik-Oberfläche einrichten.

  1. Navigieren Sie zu Einstellungen > Experten Modus > Bedingungspakete, um zu beginnen.

  2. Klicken Sie auf + Bedingungspaket erstellen.

  3. Geben Sie Ihrem Bedingungspaket einen Namen und eine Beschreibung.

  4. Legen Sie die gewünschte Bedingung fest. Derzeit können Bedingungen nur auf Gruppeneigenschaften (Name, ID, Vertraulichkeitslabel) basieren; in Zukunft werden jedoch auch Anfragender-, Gast- und Organisations-Eigenschaften hinzugefügt.

  5. Erwägen Sie, eine zweite Bedingung hinzuzufügen, indem Sie unten im Bedingungsfeld auf die Schaltfläche + Bedingung hinzufügen klicken. Sie können über das Dropdown-Menü AND/OR festlegen, wie die beiden Bedingungen miteinander interagieren.

  6. Erwägen Sie außerdem, eine Verschachtelte Bedingung hinzuzufügen, indem Sie auf + Verschachtelte Bedingung hinzufügen klicken. Sie können über das Dropdown-Menü AND/OR zwischen ihnen steuern, wie die beiden Bedingungen miteinander interagieren.

  7. Klicken Sie auf Änderungen speichern, um Ihr neues Paket abzuschließen.

Sobald Ihr Bedingungspaket gespeichert wurde, können Sie es frei mit der Governance-Einstellung Ihrer Wahl verwenden.

⚠️ Logische Fehler vermeiden


Die Bedingungen, die Sie festlegen, um verschiedene Teams für eine bestimmte Governance-Einstellung zu qualifizieren, sind äußerst wichtig. Es ist möglich, Szenarien zu erstellen, die NIE als Wahr ausgewertet werden und daher keinen Zweck erfüllen.

Das Verknüpfen von zwei Bedingungen derselben Kategorie mit einem AND-Modifikator führt zu einem widersprüchlichen Bedingungspaket, das nie als Wahr ausgewertet werden kann.

Sie könnten beispielsweise eine Bedingung erstellen, bei der der Name des Teams gleichzeitig „Confidential" und „Highly Confidential" entsprechen muss.

Da ein Teamname eine singuläre Eigenschaft ist, kann diese Bedingung nie als Wahr ausgewertet werden, und daher werden alle damit verknüpften Governance-Einstellungen nie ausgelöst.

💡 Dies lässt sich einfach beheben, indem Sie den Bedingungsmodifikator von AND auf OR umstellen oder die Bedingung von „Entspricht" auf „Enthält" ändern.

Alternativ könnten Sie eine Bedingung festlegen, bei der ein Team zwei verschiedene Vertraulichkeitslabels erfüllen muss. Da ein Vertraulichkeitslabel ebenfalls eine singuläre Eigenschaft ist, wird diese Bedingung nie als Wahr ausgewertet.

💡 Das Entfernen einer der Label-Bedingungen oder das Umstellen des Bedingungsmodifikators auf OR reicht aus, um dieses Problem zu beheben.

👣 Nächste Schritte


Jetzt, da Sie ein tiefes Verständnis der Funktionsweise von Bedingungspaketen haben, empfiehlt es sich, sich näher mit der Priorisierung bedingter Richtlinien zu befassen.

Alternativ können Sie die einzelnen Bedingten Governance-Einstellungen erkunden:

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